Elterntipps

"Man muss etwas Altes aufgeben, um etwas Neues beginnen zu können."
Mieke Teunen
Mieke Teunen

„In Familien und anderen Zusammenhängen, in denen Kinder auf Führung verzichten müssen, entwickeln sie sich schlecht. Allerdings lautet die entscheidende Frage nach wie vor, wie diese Führung aussehen soll.“
Jesper Juul
Jesper Juul


Grüner Daumen
hin oder her: Mit unseren Tipps werden Ihre Kinder zu begeisterten Gärtnern und ganz nebenbei zu kleinen Naturforschern!

Selbst ein Mini-Garten oder der kleinste Balkon reichen als Experimentierfeld für Ihre Kinder. Ein doppelter Gewinn: Kleine Forscher kommen richtig auf ihre Kosten. Und die Pflanzen sehen ganz nebenbei auch noch gut aus: Zum Start in die warme Saison haben wir diese Tipps:

 

Quer durchs Gemüsebeet:

Pflanzen Sie schmackhafte Gemüsesorten. Ins Freie dürfen jetzt: Erbsen, Mangold, Möhren, Radieschen, Spinat und Zwiebeln. Erbsen und Radieschen wachsen auch gerne im Topf oder Kübel und eignen sich problemlos für den Balkon. Das Samen-Säen schult die Feinmotorik Ihres Kindes. Und: Überlassen Sie Ihrem Kind das regelmäßige Gießen . So lernt es Verantwortung zu übernehmen und sieht, dass kein Radieschen wächst, wenn es nicht bewässert wird.

 

Für die richtige Würze:

Legen Sie ein Kräuterbeet an. Frisch e Kresse, Petersilie und Schnittlauch verfeinern jedes Gericht. Der richtige Standort für Kräuter auf Balkon und im Garten ist dort, wo bei Regen nichts weggeschwemmt werden kann und wo immer genügend Sonne scheint. Platzsparend lässt sich im Garten aus St einen ein terrassenförmiges Kräuterbeet anlegen. Setzen Sie Basilikum, Estragon, Majoran, Oregano und Salbei erst ein, wenn es dauerhaft wärmer ist. Überlassen Sie nach dem Pflanzen Ihren Kindern die Pflege des Kräutergartens. Extratipp: Mit kleinen Pflan zensteckern behalten Ihre Kinder die Übersicht über die Sorten. Die Namen am besten mit wetterfester Farbe auf Steine oder Holzstücke schreiben!

 

Farbtupfer auf dem Balkon und im Garten:

Blumenzwiebeln bringen ruckzuck etwas Farbe ins Beet. Beim Einsetzen v on Dahlien und Gladiolen in die Erde helfen Kinder immer gerne. Beide Pflanzen sind relativ empfindlich. Kümmert sich Ihr Kind nicht um die Schnittblumen, verblühen sie schnell. Entfernt Ihr Kind hingegen regelmäßig die welken Blüten, kann es sich lange Ze it über die bunten Farbtupfer freuen.

 

Für die große Ernte:

Bohnen wachsen schnell, müssen nicht aus der Samentüte stammen und gedeihen auch im Blumenkasten. Selbst wenn sie erst im Juli gepflanzt werden, können Sie spätestens im September die ersten Bohnen ernten. Auch dann, wenn Sie nur eine Hand voll Bohnensamen in die Erde setzen. Möchten Sie, dass Ihr Kind die Entstehung des Setzlings erlebt, dann lassen Sie die Bohne keimen. Dazu einfach die Samen in ein Glas mit lauwarmen Wasser stellen. So kann Ihr K ind ganz genau beobachten, was passiert.

 

Tipp über das Frühjahr hinaus:

Pflanzen und säen Sie die Pflanzen, bei denen Ihre Kinder alltägliche Fragen mitverfolgen und beobachten können. Wenn Sie zum Beispiel Sonnenblumenkerne in einen Topf oder ein Beet setzen, dann können Ihre Kinder später beobachten, wie die Sonnenblume Ihren Kopf mit der So nne mitdreht. Dazu verändert sie die Länge ihres Stängels. Ist die Sonnenblume ausgewachsen, schaut sie immer nach Osten. Um dies erforschen zu können, versenkt Ihr Kind die Samen einfach 5 bis 7 Zentimeter tief und bedeckt sie danach mit Erde. Gießen nich t vergessen!

 

 So vermeiden Sie Unkraut:

Gegen ungebetene Pflanzen hilft Mulch im Beet. Vor allem neu angelegte Balkonkästen und Gartenflächen lassen sich so länger frei von Wildkräutern halten.