Arbeiten in unterschiedlichen Lernräumen

"Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen,
sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren."
Maria Montessori
Maria Montessori

An unserer Schule gibt es viele unterschiedliche Lernplätze, die die Kinder während des Lernbüros oder in anderen freien Lernphasen eigenständig nützen dürfen. Die Individualität der Kinder ist auch hier stark spürbar. Die einen bevorzugen es, in Kleingruppen auf den Gängen, im Freiraum, in der Aula oder auf den Lerntreppen zu arbeiten. Andere wiederum halten sich gerne in unmittelbarer Nähe einer Lehrperson auf. Viele Kinder nützen die unterschiedlichsten Lernräume, je nach Tagesverfassung und Lerninhalt. Wir sind sehr froh darüber, den Kindern so unterschiedliche Möglichkeiten bieten zu können.

Wenn das Wetter es erlaubt, ist bei vielen Kindern die Lern Arena der Schule besonders beliebt. Dieses 900 m² große Areal verdient eine spezielle Betrachtung, denn es ermöglicht den Kindern ein Lernen in natürlicher Umgebung.

Lernarena

Das Zentrum unserer Lernarena bildet eine große Steinsitzarena, die über 100 Kindern Platz bietet. Um dieses Zentrum herum haben wir vier kleinere Plätze angeordnet, die den 4 Elementen zugeordnet sind und das Lernen in Kleingruppen ermöglichen bzw. für gemeinschaftliche Aktivitäten Anreiz schaffen soll.

  • FEUERplatz

  • WASSERstelle mit Hochbeet

  • LUFTige Schattenlaube

  • Erd(e)iges Weintraubenhaus

Um Baumbestimmungen direkt in der Lernarena durchführen zu können, haben wir mittels einer Baumspendeaktion heimische Laub- und Obstbäume angepflanzt. Jeder Spender hat seinen Baum mit einem Spruch versehen. Auf diese Weise ist eine Art Gedankenwald entstanden, der unsere Kinder zum Philosophieren anregt.

Das Konzept unserer Lernarena möchten wir in Form eines Akrostichons vorstellen:

L für Lernen: Dieses Freigelände ist nicht nur als Pausenhof oder Schulgarten gedacht. Es soll vor allem draußen gelernt werden, egal ob Mathe, Schreiben, Lesen oder Kreatives.

E für Experimentieren, in der Natur forschen: Wir haben darauf geachtet dass nur heimische Bäume und Sträucher gepflanzt wurden. Wir wollen so mit den Schülern das Wachsen und Werden hautnah erleben. Weiters bieten sich die unterschiedlichen Bereiche immer wieder zum Erforschen von z.B. mathematischen Größen an.

R für Ruhe finden: Die Schnelllebigkeit der Gesellschaft ist bereits deutlich in der Schule spürbar und unser Grünbereich soll bewusst zum Abschalten, Entspannen, Spielen und Kreativ sein genützt werden. Uns ist bewusst, dass nicht alles Lernen unmittelbar messbar ist, aber wesentlich zur Persönlichkeitsentwicklung der Kinder beiträgt.

N für Neue Pädagogische Möglichkeiten: Neue, spielerische motivierende Lernzugänge durch Handelndes Tun sollen den Kindern die Freude am Lernen erhalten.

A für Andere Lernumgebung: Die Lernumgebung ist der dritte Pädagoge. Wir erleben momentan täglich aufs Neue, wie animierend unterschiedliche Lernumgebungen auf die Kinder und Lehrer wirken.

R für Reele Umsetzungsmöglichkeit von Methodenvielfalt: Durch diesen großen FreibeREICH können sinnhafte, bewegungsintensive, handelnde Methoden des Lernens eingesetzt werden und das Schulleben bereichern.

E für Erlebnispädagogik - geistig und körperlich in Bewegung sein: Wer sich körperlich bewegt bleibt auch geistig fit!

N für Nachhaltiges Lernen durch ganzheitliches Lernen: Beim Lernen in diesem Garten werden alle Sinne angesprochen und die Vernetzung unterschiedlicher Lerninhalte miteinander soll zu einem besseren Lernergebnis beitragen.

A für Ausgleich zur hochtechnisieren Welt: Leider ist das ein immer wichtigerer Beitrag für die Entwicklung der Kinder. Wir wollen den Kindern wieder die Freude an der Natur vermitteln. Die Lernarena dient als Impuls, die Welt um sich herum wahrzunehmen und nicht zu vergessen. Die sollen Freude an der Bewegung, am Herumklettern und Toben spüren, ohne sich hinter dem Computer und in der Medienwelt zu vergraben. So soll dieses Areal gleichzeitig dem Aggressionsabbau dienen und die Konzentrationsphasen der Kinder wieder erhöhen.